FASSADEN - Vorpremiere in Anwesenheit der Regisseurin u dem Geschäftsführer

FSK 12 Deskriptoren (noch) unbekannt

Dokumentarfilm über häusliche Gewalt: sichtbar gemachte Machtstrukturen, Auswege, erzählt von Sandra

Vorpremiere im Cine-Greth ÜberlingenAm 10.02.2026 um 19 Uhr feiert der Film ?FASSADEN? seine Vorpremiere im Kino Cine-Greth in Überlingen.Die Vorführung findet in Anwesenheit der Regisseurin Alina Cyranek sowie des Geschäftsführers Tom Urban statt.

Häusliche Gewalt gegen Frauen: Die Zahlen sind eindeutig, das Leid kaum auszuhalten. Was Frau-
en in toxischen Beziehungen erleben, welche Auswirkungen die Gewalt auf ihr Leben hat und wie
sie einen Ausweg und Hilfe finden, dies macht der Dokumentarfilm FASSADEN sichtbar.

FASSADEN ist kein sogenannter ?Frauenfilm?. Der Film bringt zur Sprache, was viele ? vor allem
Frauen, vereinzelt aber auch Männer ? millionenfach an sich selber erfahren haben oder erfahren
könnten. Der Film formuliert etwas, was viele beschäftigt, was aber, im Leben, in Unverständnis,
Ungeduld oder Panik untergeht.
Häusliche Gewalt gegen Frauen: Die Zahlen sind eindeutig, das Leid kaum auszuhalten; und den-
noch bleibt die Gewalt und vor allem die davon Betroffenen oft unsichtbar.
Was Frauen in toxischen Beziehungen erleben, welche Auswirkungen die Gewalt auf ihr Leben hat
und wie sie einen Ausweg und Hilfe finden, dies macht Alina Cyranek in ihrem Dokumentarfilm
FASSADEN sichtbar.
In FASSADEN erzählt Sandra Hüller die Geschichte einer Frau, die aus einer langjährigen gewalt-
tätigen Beziehung ausbricht, sowie von einem politischen und gesellschaftlichen System, das lieber
wegschaut. Der Film zeigt, welche Machtstrukturen hinter den Fassaden stecken und wie der Staat
Frauen unzulänglich schützt.
Die Erzählung wurde aus vier realen Erfahrungsberichten zu einer Geschichte verdichtet, um die
Anonymität der Frauen zu wahren. Alle Ereignisse haben sich tatsächlich so zugetragen, nichts ist
erfunden. Ein Tanzpaar erschafft in einer Blackbox Bilder einer Beziehung, hochästhetisch, phy-
sisch, poetisch und lässt somit Raum für Vielschichtigkeit und Komplexität solch einer Beziehung.
Die Manipulation der Frau wird mittels Animation zunehmend sichtbar gemacht, indem einzelne
Frames auf Papier ausgedruckt, bearbeitet und wieder in den Realfilm eingefügt werden. Den klas-
sisch dokumentarischen Rahmen bilden Experteninterviews, die klar und sachlich die Machtver-
hältnisse und Beziehungsstrukturen einordnen.

FASSADEN ist kein einfach konsumierbarer Film, sondern eine Herausforderung für die Zuschau-
enden. Häusliche Gewalt und die damit verbundenen Statistiken sind brutal, erschütternd, physisch.
FASSADEN spiegelt all das in seiner Form wider, ist radikal und eigensinnig.
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Directors?s statement
Die Statistiken sind schockieren und alarmierend zugleich. Ist das, was in der eigenen Wohnung
passiert, wirklich Privatsache? Warum taucht das Thema ?Häusliche Gewalt? nur punktuell auf und
verschwindet gleich wieder aus den Medien, wenn es uns doch alle angeht? Die Tragweite der Zah-
len wird einem erst bewusst, wenn man im eigenen Büro, im Restaurant oder auf einer Familienfei-
er durchzählt: Jede dritte Frau ist oder wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexueller
Gewalt. Die Kollegin, die Freundin, die Cousine, oder sogar man selbst.
In FASSADEN geht es um Kontraste zwischen Innen und Außen, Privatem und Öffentlichem,
Glauben und Fakten, Emotionalität und Objektivität, psychischer und physischer Gewalt. All diese
Aspekte sollen nicht bebildern, vielmehr sollen Assoziationsräume entstehen, die mit präzise
kadrierten, sachlichen Experteninterviews in Kontrast stehen. Tanz wird als nonverbale Darstel-
lungs- und Ausdrucksform genutzt, um innere Gefühlszustände oder Paardynamiken zu beschrei-
ben. In der ästhetisch-expressiven Inszenierung des Körpers und einer Formung der Bewegung sehe
ich Möglichkeiten die eigenen physischen Grenzen, Energien, Gefühle, Gedanken, Vorstellungen,
innere Einstellungen und Erinnerungen auszuloten, die ohne Worte in Bewegung ?versetzt? werden
können. Die Rolle der Animation - haptische Papierdrucke - spiegelt den mentalen Zustand der Frau
wider: manipuliert und surreal.
Einen großen Zuspruch habe ich durch die Schauspielerin Sandra Hüller erfahren. Sie hat auf meine
Anfrage, die Stimme des Voiceovers zu übernehmen, sofort zugesagt. Die Arbeit mit ihr war herr-
lich unkompliziert, dabei erzeugt ihre Interpretation des Textes dem Film einen unglaublichen Sog.
Was oftmals als ?Radio mit Bildern? bezeichnet wird, ist bei FASSADEN ein künstlerisches Mittel.
Denn das Problem der betroffenen Frauen ist nämlich das gleiche: Sie machen sich für die Gesell-
schaft aus Angst und Scham unsichtbar und bleiben es oft auch viele Jahre lang. Indem der Film
keine Gesichter zeigt, imitiert er dieses Verhalten.
FASSADEN ist kein sogenannter ?Frauenfilm?. Der Film bringt zur Sprache, was viele ? vor allem
Frauen, vereinzelt aber auch Männer ? millionenfach an sich selber erfahren haben oder erfahren
könnten. Der Film formuliert etwas, was viele beschäftigt, was aber, im Leben, in Unverständnis,
Ungeduld oder Panik untergeht.

Verfügbare Formate:
2D
*FILMTIPP* ANWESENHEIT DES REGISSEURS
Heute Di 03.02. Mi 04.02. Do 05.02. Fr 06.02. Sa 07.02. So 08.02. Mo 09.02. Di 10.02. Mi 11.02. Do 12.02. Fr 13.02. Sa 14.02. So 15.02.

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