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Heute noch im Programm

Gundermann

EINER WIR KEINER Es ist einer der differenziertesten, besten Filme über die DDR: Aus dem aufregend widersprüchlichen Leben des Liedermachers Gerhard Gundermann hat Andreas Dresen ein faszinierendes Porträt geschaffen - unser Film der Woche. (Quelle: Spieg

Kammer/Tivoli Überlingen
15:45 20:15 

Kindeswohl

Emma Thompson brilliert in diesem britischen Justiz- und Familiendrama gleich doppelt: Als souveräne Richterin und als Ehefrau, die vor den Trümmern ihrer Beziehung steht.

Cinegreth Überlingen
20:00 

Wackersdorf

Oliver Haffner verfilmt die ­Geschichte der Anfänge des ­Widerstandes gegen die geplante Wiederaufarbeitungsanlage im oberpfälzischen Wackersdorf als beunruhigend brandaktuelles Politdrama

Cinegreth Überlingen
18:00 20:20 

Das schönste Mädchen der Welt

Klug, aber nicht anbiedernd; hip, aber nicht peinlich; romantisch, aber nicht schnulzig ? Das schönste Mädchen der Welt ist eine Liebeskomödie mit grandiosen Dialogen und zwei herausragenden Newcomern in den Hauptrollen.

Cinegreth Überlingen
16:00 

Landungsplatz 14
88662 Überlingen

Franziskanerstrasse 14
88662 Überlingen

07551 - 6 35 69 Programmansage

Liebe Kinobesucher,

für meine Filmauslese suche ich "kleine" besondere Arthouse Filme heraus.
Filme, für die kein kommerzielles Interesse besteht und die meistens ein Gegenstück zum Mainstream sind. Meine Filmauslese ist künstlerisch, anspruchsvoll, tiefgründig, amüsant und regt zum Nachdenken an.

Seit Jahren freue ich mich über eine Auszeichnung vom Baden-Württembergischen Staatsministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst. (MFG)

Meine Filmauslese wird immer Montag bis Mittwoch in dem Kino Kammer/ Tivoli in der Franzikanerstr. 14 gezeigt.


Ich wünschen Ihnen viele schöne Kinostunden und hoffe Sie mit meine Filmaulese überzeugen zu können!


Mit freundlichen Grüßen,
Thomas Lailach



Das Prinzip Montessori - Die Lust am Selber-Lernen

01.10.-03.10.

Inhaltsangabe & Details

FSK ab 0 freigegeben

Mit Anny Duperey, Alexandre Mourot, Christian Maréchal

In seiner Dokumentation „Das Prinzip Montessori – Die Lust am Selber-Lernen“ beschäftigt sich Regisseur Alexandre Mourot mit der von Maria Montessori ausformulierten Idee von der geistigen Autonomie des Menschen. Ausgangspunkt ist für ihn die Geburt seiner eigenen Tochter, deren zunehmender Wunsch nach selbstbestimmtem Erkunden und Entdecken ihn zwar zunächst erschreckte, ihm dann jedoch die Vorteile des Montessori-Prinzips verdeutlichte. So beginnt er, sich für die Montessori-Pädagogik zu interessieren und begleitet den Alltag an Frankreichs ältester Montessori-Schule mit seiner Kamera. Dort verbringen die Kinder eine sehr aktive Schulzeit und können sich – angeleitet von diskret im Hintergrund agierenden Erziehern – an zahlreichen Aufgaben wie lesen, Brot backen und rechnen versuchen.

"Alexandre Mourots Film ist nicht nur was für Eltern, sondern generell für solche, die sich für Menschen interessieren."
Hartwig Tegeler, MDR KULTUR-Filmkritiker

Quelle: www.mdr.de/kultur/empfehlungen/film-kino-das-prinzip-montessori-mourot-100.html



 

BlacKkKlansman

 08.10.-10.10.

Inhaltsangabe & Details

FSK ab 12 freigegeben & Dauer: 136 Min.

Mit John David Washington, Adam Driver, Topher Grace

Die Siebziger in Colorado Springs: Ron Stallworth (John David Washington) ist der erste Schwarze, der beim Polizeidepartment angenommen wird. Seine Arbeit besteht zunächst aus Undercover-Einsätzen bei Veranstaltungen der Black-Power-Bewegung – bis er einfach mal den Ku-Klux-Klan kontaktiert. Er bittet telefonisch um Aufnahme und wird so tatsächlich Mitglied! Ron gibt sich als weißer Rassist aus, was aber nur so lange klappen kann, wie er nicht an einem örtlichen Treffen teilnimmt. Wann immer es um Rons Anwesenheit bei einer der unmaskierten Ku-Klux-Klan-Veranstaltung geht, springt also der jüdische Kollege Flip (Adam Driver) ein, der dann die aus den Telefongesprächen bekannte Stimme imitiert. Ron und Flip fördern bei ihren Ermittlungen zutage, dass der lokale KKK-Ableger offenbar einen Terroranschlag plant. Und Ron gelingt es sogar, mit dem Neonazi David Duke (Topher Grace) zu telefonieren, einem verdammt hohen Tier im Klan…


Die Wunderübung

15.10.-17.10.

Inhaltsangabe & Details

FSK ab 0 freigegeben & Dauer: 90 Min.

Mit Aglaia Szyszkowitz, Devid Striesow, Erwin Steinhauer

Seit vielen Jahren sind die Historikerin Joana (Aglaia Szyszkowitz) und Luftfahrtingenieur Valentin (Devid Striesow) verheiratet, sie haben zwei erwachsene Kinder, doch mittlerweile ist ihre Beziehung am Ende. Einst lernten sich die beiden Streithähne beim gemeinsamen Tauchen kennen, nach der Stille unter Wasser sehnen sie sich mittlerweile tagtäglich zurück. Über Jahre angesammelte Vorwürfe und Kränkungen stehen konstant im Raum, es vergeht kein Tag ohne Konflikt. Eine gemeinsame Sitzung bei einem Paartherapeuten (Jürgen Tarrach) scheint die letzte Möglichkeit zu sein, ihre Ehe zu retten. Doch auch in der Probestunde bei dem Therapeuten scheint die Situation zunächst nur wieder zu eskalieren, als die alten Streitthemen hochkochen und sich die beiden genüsslich gegenseitig durch den emotionalen Fleischwolf drehen. Doch dann erhält der Therapeut einen Anruf, der alles verändert…


Familie Brasch

22.10.-24.10.

Inhaltsangabe & Details

FSK ab 6 freigegeben & Dauer: 92 Min.

Von Annekatrin Hendel

Dokumentation über die Familie Brasch, die auch die „Manns der DDR“ genannt werden, weil zwei der Kinder, Thomas und Peter Brasch, als Schriftsteller tätig waren und die Familie außerdem einige weitere Kunst- und Medienschaffende hervorbrachte. Nach 1945 waren die Braschs vom Realsozialismus hellauf begeistert: Horst Brasch, der die Faschisten aus vollem Herzen hasste, leistete als jüdischer Katholik seinen Beitrag zum Aufbau der DDR, auch wenn sich seine Frau Gerda dort nie wohlfühlte. Thomas wird ein gefeierter Literat und will wie der Vater eine Welt, die gerecht ist – wie seine Brüder Peter und Klaus aber kann er der DDR nicht viel abgewinnen. 1968 streitet sich Thomas mit seinem Vater und dieser Generationenkonflikt gipfelt darin, dass der Alte den Jungen an die Behörden verpetzt…

In Familie Brasch steckt weitaus mehr drin als eine reine Familiengeschichte. Er macht die Vergangenheit sichtbar, lässt Rückschlüsse zu, auch für die eigene Gegenwart. Er erzählt ein Stück deutscher Geschichte, indem er diese Familie zwischen den beiden deutschen Teilstaaten in den Fokus nimmt. Und er macht Lust, sich mehr mit dem literarischen und filmischen Werk des Ausnahmekünstlers Thomas Brasch zu beschäftigen.

Quelle: www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/familie-brasch-2018


Glücklich wie Lazzaro

29.10.-31.10.

Inhaltsangabe & Details

FSK ab 12 freigegeben & Dauer: 127 Min.

Mit Adriano Tardiolo, Alba Rohrwacher, Nicoletta Braschi

Der gutmütige Lazzaro (Adriano Tardiolo) lebt als Knecht auf einem italienischen Bauernhof und kümmert sich um alles, was so anfällt, egal ob es Haus oder Hof betrifft. Ihm erscheint es ganz normal, dass er von der Familie ausgenutzt wird, so wie diese sich auch nicht darüber wundert, dass alle Familienmitglieder Leibeigene der Marquesa Alfonsina de Luna sind und wiederum von dieser ausgebeutet werden. Doch sie irren, denn die Zeit der Leibeigenschaft ist schon lange vorbei, und als sie diesen Irrtum aufdecken, muss sich die Sippe plötzlich in der Moderne zurechtfinden. Aber so ganz anders sind die Strukturen der Gesellschaft auch in diesen fortschrittlicheren Zeiten nicht. Unterdessen lernt Lazzaro den gleichaltrigen Tancredi (Tommaso Ragno) kennen, den Sohn der Marquesa Alfonsina de Luna. Zwischen den beiden gegensätzlichen jungen Männern entwickelt sich langsam eine zarte Freundschaft.

FBW-Pressetext
Der faszinierend kunstvolle Spielfilm von Alice Rohrwacher erzählt von Lazzaro, der genügsam und zufrieden mit sich und der Welt inmitten einer kleinen Gemeinde in einem abgelegenen Tal in Italien lebt. Bis die Verkettung der Ereignisse das Leben aller für immer verändert.

Quelle: www.fbw-filmbewertung.com/film/gluecklich_wie_lazzaro


Itzhak Perlman - Ein Leben für die Musik

05.11.-07.11.

Inhaltsangabe & Details

FSK ab 0 freigegeben & Dauer: 86 Min.

Mit Itzhak Perlman, Billy Joel, Alan Alda

Er betet mit der Violine – so beschreibt der berühmte Geigenbauer Amnon Weinstein die Kunst des renommierten Geigers Itzhak Perlman. Dessen jüdische Eltern emigrierten aus Polen nach Israel, wo er dann geboren wurde. Als Kind erkrankte er an Polio. Er spielt deswegen im Sitzen und hatte aufgrund seiner Behinderung Probleme, an der Musikhochschule ernst genommen zu werden. Das Repertoire des selbstironischen und witzigen Musikers reicht von Schubert über Strauß und Bach bis hin zu Billy Joel. In Alison Chernicks Dokumentarfilm steht Perlmans Vergangenheit im Fokus, seine Erfahrungen als Polio-Überlebender und als jüdischer Emigrant, außerdem zeigt die Regisseurin Gespräche mit Familie, Freunden, anderen Musikern und Perlmans Ehefrau Toby, mit der er seit 50 Jahren verheiratet ist.


Swimming With Men

12.11.-14.11.

Inhaltsangabe & Details

FSK ab 0 freigegeben & Dauer: 103 Min.

Mit Rob Brydon, Adeel Akhtar, Jim Carter

In Erics (Rob Brydon) Leben läuft irgendwie nichts mehr rund. Während seine Frau in der Lokalpolitik Karriere macht und ihren in der Midlife-Crisis steckenden Gatten zunehmend für einen Waschlappen hält, langweilt sich Eric in seinem Job als Buchhalter und auch zu seinem pubertierenden Sohn findet er keinen Draht mehr. Zu seiner eingefahrenen Routine gehören auch die allabendlichen Besuche im Schwimmbad, um monoton seine Bahnen zu ziehen, doch an einem Abend entdeckt er etwas Merkwürdiges: Eine Gruppe Männer übt Synchronschwimmen und hat jede Menge Spaß dabei! Spaß, der in Erics Leben gerade völlig fehlt, und so entschließt er sich kurzerhand, bei der Truppe mitzumachen. Bald schon entwickelt er ungeahnten Ehrgeiz und neues Selbstvertrauen, und während sich das Team auf die Wasserballett-Weltmeisterschaft vorbereitet, beginnt auch seine Familie, die positive Veränderung an Eric zu bemerken…

GANZ ODER GAR NICHT in Badehosen – SWIMMING WITH MEN von Regisseur Oliver Parker (JOHNNY ENGLISH 2) ist britischer Humor von seiner besten Seite! Mit einer ordentlichen Portion Herzlichkeit versammelt der Film ein hochkarätiges Ensemble mit Jim Carter (DOWNTON ABBEY), Rupert Graves (SHERLOCK) und Adeel Akhtar (FOUR LIONS) um den Comedy-Star Rob Brydon als Eric.

Quelle: www.swimmingwithmen.de/


Nanouk

19.11.-21.11.

Inhaltsangabe & Details

FSK ab 6 freigegeben & Dauer: 97 Min.

Mit Mikhail Aprosimov, Feodosia Ivanova, Galina Tikhonova

Der Rentierhirte Nanouk (Mikhail Aprosimov) und seine Frau Sedna (Feodosia Ivanova) leben nach alter Tradition in einer Jurte aus Rentierfellen in der wunderschönen, aber auch extrem lebensfeindlichen Eiswüste von Jakutien. Sie ernähren sich von Jagen und Fischen, doch das Leben dort wird immer schwieriger – durch den Klimawandel, der dafür sorgt, dass der Schnee jedes Jahr ein bisschen früher schmilzt, und durch eine mysteriöse Krankheit, die die Wildtiere dahinrafft. Eines Tages bekommen Nanouk und Sedna Besuch von einem jungen Mann namens Chena (Sergei Egorov), der die einzige Verbindung zu ihrer Tochter Ága (Galina Tikhonova) ist, die das Leben in der Weite der Natur hinter sich gelassen hat. Nanouk möchte seine Tochter noch einmal wiedersehen und kommt so schließlich in eine ihm völlig fremde Welt...

Nichts ist ewig, sagt der Film in den poetischsten Bildern und mit wenigen, aber weisen Worten: der Mensch nicht, die Kultur nicht, ja nicht einmal das ewige Eis. Doch diese Erkenntnis kommt nicht mit Depressionen im Schlepptau, sondern mit Melancholie, also dem Versuch im Angesicht des Todes eine Haltung zu haben.

Mehr als viele andere melodramatische Werke. Genau das macht NANOUK zu einem Ausnahmewerk.

Quelle: www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/nanouk-2018


Genesis 2.0

26.11.-28.11.

Inhaltsangabe & Details

Dauer: 112 Min.

Dokumentarfilm über den neu entdeckten Goldrausch sibirischer Jäger, die auf der Suche nach Stoßzähnen ausgestorbener Mammuts sind. In „Genesis 2.0“ begleitet Regisseur Christian Frei diese Jäger auf einer sehr abgelegenen Inselgruppe im Norden Sibiriens, deren Landschaft an fast schon urzeitlich anmutet. Ausgelöst wurde der Goldrausch durch die auftauenden Permafrostböden, die jedoch nicht nur Stoßzähne, sondern auch ganze, fast vollständig erhaltene Mammuts freilegen. Für diese Kadaver interessieren sich Klonforscher aus den USA und Südkorea, die auf der Suche nach DNS-Proben anreisen, um wie im Film „Jurassic Park“ das Mammut zu klonen und so wiederauferstehen zu lassen. Darüber hinaus geht Frei auch auf die sogenannte synthetische Biologie ein, deren Ziel es ist künstliches biologisches Leben zu erschaffen.


Cold War - Der Breitengrad der Liebe

03.12.-05.12.

Inhaltsangabe & Details

Dauer: 84 Min

Mit Joanna Kulig, Tomasz Kot, Borys Szyc

Komponist Wiktor (Tomasz Kot) und seine Kollegin Irena (Agata Kulesza) reisen im Jahr 1949, zur Zeit des polnischen Wiederaufbaus, mit ihrem Tonbandgerät durch die Bergdörfer ihres Landes, um dort nach versteckten Gesangstalenten zu suchen. Die geeigneten Kandidaten laden sie in halb verfallenes herrschaftliches Anwesen ein, unter ihnen befindet sich auch die rebellische Zula (Joanna Kulig), in die sich Wiktor verliebt. Bald steht Zula im Mittelpunkt eines von Wiktor gegründeten Ensembles, mit dem er Kunst und Kultur seines Landes wieder auf Vordermann bringen will. Doch als die Truppe mehr und mehr für politische Ziele eingespannt wird, reicht es Wiktor und er nutzt einen Auftritt in Ostberlin für die Flucht. Doch Zula, die eigentlich mit ihm fliehen wollte, erscheint nicht wie vereinbart und so treffen sich die beiden erst viele Jahre später in Paris wieder…

 Mit Cold War ist Pawel Pawlikowski (Ida) ein unendlich sinnlicher Film gelungen: Mit kristallklaren Schwarzweißbildern im 4:3-Format, betörenden musikalischen Einlagen, durch die einem polnische Volkslieder wie die schönste und melancholischste Musik der Welt erscheinen und einer absolut hinreißenden Joanna Kulig, die in manchen Momenten an die große Jeanne Moreau, und dann an die nicht minder bedeutende Hildegard Knef erinnert, zeichnet das Werk mit seiner Laufzeit von gerade mal 84 Minuten ein präzises und ungeheuer prägnantes Bild einer Liebe vor dem Hintergrund der Nachkriegszeit. Die Szenen und Dialoge sind dabei so kunstvoll verknappt und verdichtet, die Montage so straff und pointiert gesetzt, dass man beinahe atemlos und zutiefst ergriffen diesem Paar dabei zuschaut, wie es dem Abgrund entgegentreibt.

Quelle: www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/cold-war-der-breitengrad-der-liebe-2018


Ich wünsche Ihnen viele wunderschöne, unterhaltsame, inspirierende und amüsante Kinostunden!

Ich freue mich auf Ihren Besuch.

Herzliche Grüße,

Thomas Lailach

Partner von CINEWEB