Kinoreihe „Klima/Nachhaltigkeit“ und „Pädagogik“

In Zusammenarbeit mit dem Überlinger Kino wird es ab 24. Oktober eine Kinoreihe geben, bei der wir ausgesuchte Filme aus den zwei Themenfeldern „Klima/Nachhaltigkeit“ und „Pädagogik“ zeigen.

Die Filmreihe steht unter unserem Jubiläumsmotto: „Zeit für Entwicklung“. Nicht nur schenken wir seit 50 Jahren in Rengoldshausen unseren Kindern und Jugendlichen eben diese Zeit für Entwicklung – sondern wir sind der Meinung, dass viele Lebensbereiche uns als Menschen geradezu auffordern: Es ist „Zeit für Entwicklung“! Sei es die Klimakrise, Energie- und Ressourcenknappheit, zunehmende soziale Ungleichheit, ungelöste pädagogische Fragen – die Herausforderungen sind vielfältig. Und Lösungsansätze sind dringend nötig. Die Filme stellen Fragen an uns Zuschauer, decken Missstände oder Schwierigkeiten auf – und regen Lösungsvorschläge an, bieten Perspektiven, um Dinge zu hinterfragen, neu zu tun, anders zu tun.

Wir freuen uns sehr, dass das Überlinger Kino Cinegreth dieses Anliegen unterstützt und die Filme in Zusammenarbeit mit der Freien Waldorfschule Überlingen zeigt.
Herzlichen Dank dafür an Thomas Lailach!

Kinoreihe

 

Zeit für Entwicklung: Die Kinoreihe

In diesem Herbst feiern wir unseren 50. Geburtstag. Die Jubiläumsfeierlichkeiten stehen unter dem Motto „Zeit für Entwicklung“. Nicht nur schenken wir seit 50 Jahren unseren Kindern und Jugendlichen eben diese Zeit für Entwicklung – sondern wir sind der Meinung, dass viele Lebensbereiche uns als Menschen geradezu auffordern: Es ist „Zeit für Entwicklung“! Sei es die Klimakrise, Energie- und Ressourcenknappheit, zunehmende soziale Ungleichheit, ungelöste pädagogische Fragen – die Herausforderungen sind vielfältig. Und Lösungsansätze sind dringend nötig.

Diese Kinoreihe zeigt daher Filme aus den zwei Themenfeldern „Klima/Nachhaltigkeit“ und „Pädagogik“. Die Filme stellen Fragen an uns Zuschauer, decken Missstände oder Schwierigkeiten auf – und regen Lösungsvorschläge an, bieten Perspektiven, um Dinge zu hinterfragen, neu zu tun, anders zu tun.

Wir freuen uns sehr, dass das Überlinger Kino Cinegreth dieses Anliegen unterstützt und die Filme in Zusammenarbeit mit der Freien Waldorfschule Überlingen zeigt. Herzlichen Dank dafür an Thomas Lailach!

https://waldorfschule-ueberlingen.de/

 

 

Before the Flood


Drei Jahre lang hat US-Schauspieler und Produzent Leonardo DiCaprio zusammen mit National Geographic an der Dokumentation "Before The Flood" gearbeitet. Zwei Jahre reiste er um die Welt, um den Menschen die Folgen des Klimawandels vor Augen zu führen. Die Dokumentation zeigt die unberührten Landschaften von Grönland bis Indonesion, den unwiderruflichen Schaden, den die Menschen der Natur bereits zugefügt haben, sowie vom Aussterben bedrohte Tierarten. Naturschützer, Wissenschaftler und Aktivisten werden interviewt und zeigen Lösungsansätze auf, aber auch Staatsmänner wie Barack Obama und Würdenträger wie Papst Franziskus kommen zu Wort.

 

So, 23.10., 18:00 Uhr / Mo, 24.10., 18:00 Uhr

 

Der Waldmacher

Tony Rinaudo, dessen Lebenswerk 2018 mit dem so genannten alternativen Nobelpreis, dem Right Livelihood Award, ausgezeichnet wurde, hat einen Weg gefunden, Bäume in den unwirtlichsten Gegenden wachsen zu lassen, indem er die noch lebenden Baumstümpfe und Wurzeln aktiviert und damit die Lebensgrundlage von Tausenden von Bauern in Afrika sichert. Regisseur Volker Schlöndorff folgt ihm in verschiedene afrikanische Länder, um sich von der Wirkung seiner Methode bei der Bekämpfung der Wüstenbildung zu überzeugen und stößt dabei auf Themen, die auch uns in Europa beschäftigen - Migration, Klimawandel, Geschlechtergerechtigkeit. Um seinen Blick zu vervollständigen, hat er afrikanische Filmemacher eingeladen, mit ihm zusammenzuarbeiten und ihre Erfahrungen mit dem Leben auf dem Land und den lokalen Herausforderungen zu teilen. Der Film zeigt gewöhnliche Menschen, die außergewöhnliche Dinge tun und lehrt uns den Wert von Gemeinschaft, von Selbstermächtigung und von Hoffnung.

So, 13.11., 18:00 Uhr / Mo, 14.11., 18:00 Uhr

 

Unser Boden unser Erbe

Wissen wir eigentlich, was sich unter unseren Füßen abspielt? Die dünne Humusschicht des Bodens versorgt alle Menschen auf der Welt mit Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser und sauberer Luft. Und sie kann das Klima retten. Denn gesunde Böden sind nach den Ozeanen der größte Speicher für Treibhausgase und tragen wesentlich zur Senkung von CO2 bei. Aber um zehn Zentimeter fruchtbare Erde zu bilden, braucht unser Planet mehr als 2.000 Jahre. Und dennoch nutzen wir unsere Böden, als wären sie unerschöpflich. Wie muss sich die Landwirtschaft, die Gesellschaft ändern, damit wir unseren Kindern eine lebendige Welt mit lebendigen Böden weitergeben können? Der Dokumentarfilm zeigt eindringlich, wie wichtig und zugleich extrem bedroht unsere Lebensgrundlage, der Boden ist. Der Film ist ein inspirierendes Plädoyer für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und nachhaltige Ernährung.
So, 20.11., 18:00 Uhr / Mo, 21.11., 18:00 Uhr


 

The true cost
Es gibt kaum einen Markt, bei dem Schein und Realität so weit auseinander liegen wie bei der Bekleidungsindustrie. Auf der einen Seite gibt es Modeschauen mit Starmodels und rotem Teppich, auf der anderen Seite wird die Kleidung zumeist unter sklavenähnlichen Bedingungen in sogenannten Dritteweltländern produziert. Die Ausbeutungskette, die hinter jedem einzelnen Kleidungsstück steckt, wird unsichtbar hinter der Glamourwelt der Modeindustrie. Der Film geht den Fragen nach: Wo wird die Kleidung hergestellt, welche Arbeitsbedingungen herrschen dort, was passiert in den Ländern, in denen riesige Wassermengen für die Baumwolle benötigt wird, während die Menschen verdursten? Die Ausbeutung von Mensch und Natur, die hinter den Preisen steckt, ist erschreckend. Ebenso erschreckend ist die Verdrängung dieser Tatsache in der westlichen Welt. Der Film zeigt die erschütternde Wahrheit: Die Kosten für unsere Kleidung müssen andere bezahlen.

So, 6.11., 18:00 Uhr / Mo, 7.11., 18:00 Uhr

 

 

Herr Bachmann und seine Klasse

Der Film porträtiert die Beziehung zwischen einem Lehrer und den Schüler*innen der 6. Jahrgangsstufe. In einnehmender Offenheit begegnet Herr Bachmann den Kindern mit ihren unterschiedlichen sozialen und kulturellen Erfahrungen und schafft damit einen Raum des Vertrauens. Musik ist hier eine allgegenwärtige Sprache, die sich wie selbstverständlich um den zu absolvierenden Unterrichtsstoff legt. Anhand der sozialen Beziehungen in der Klasse erzählt der Film ganz beiläufig von den Strukturen einer kleinen, westdeutschen Industriestadt, deren Geschichte bis zurück in die NS-Zeit von Migration geprägt ist. Er gewann bei der 71. Berlinale 2021 den Silbernen Bären (Preis der Jury) und wurde mit dem Deutschen Filmpreis 2021 als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

So, 11.12., 18:00 Uhr / Mo, 12.12., 18:00 Uhr

 

 

Berlin Rebel High School

Der 25-jährige Florian aus Darmstadt brach die Schule ab, weil er sich langweilte und mit Autoritäten nicht klar kam. Hanil aus Aachen flog wegen 61 Fehlstunden und des Konsums von Marihuana von seiner Schule, und die 21-jährige Lena wurde gemobbt, weshalb sie in der neunten Klasse abbrach. Sie beschließen, ihrem Leben eine Wendung zu geben und wollen den höchsten deutschen Schulabschluss machen – das Abitur. Die Schule für Erwachsenenbildung in Berlin (SFE) gibt seit 1973 SchülerInnen die Möglichkeit, einen Abschluss zu machen, die sich nicht in das herkömmliche Schulmodell integrieren können. Versteckt in einem Berliner Hinterhof, ist die SFE die wohl verrückteste Schule Deutschlands. Es gibt keine Noten, keine Direktoren, und die SchülerInnen können an der Entwicklung ihrer Schule mitwirken. Der Dokumentarfilm begleitet die jungen Erwachsenen auf ihren Wegen zum Abitur und zeigt, dass Schule auch anders geht – und macht damit Hoffnung. Durch die teils erschreckenden Schulbiografien der Schüler zeigt er aber auch schonungslos die Schwachstellen unseres Bildungssystems.

So, 30.10., 18:00 Uhr / Mo, 31.10., 18:00 Uhr